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Verkehrskonzept der AG Verkehr des Kiezbündnisses

Das Kiezbündnis Klausenerplatz e.V. bemüht sich bereits seit einigen Jahren auch um eine Verbesserung der Verkehrssituation. Insbesondere sind die zum Teil erheblichen Überschreitungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit sowie die Nutzung der Knobelsdorffstraße als Schleichweg ein stetes Ärgernis.

Als Ergebnis vieler Gespräche mit Bewohnern und Gewerbetreibenden, von Vor-Ort-Terminen mit den zuständigen Verwaltungen sowie der Erfahrungen von drei Verkehrswochen, zweimaligen Verkehrszählungen und Geschwindigkeitsmessungen, hat das Kiezbündnis der Bezirksverwaltung im September 2004 folgende Verbesserungen vorgeschlagen:

 

Parkplatzkonzept

Zusätzliche Parkplätze im Fahrbahnbereich der Danckelmannstraße (10/07)

In folgenden Straßenabschnitten sollen Parkplätze (Parallelparker) vom Gehweg auf die Fahrbahn verlagert werden:

  • Westseite der Nehringstraße (zwischen Seelingstraße und Knobelsdorffstraße),
  • Südseite der Knobelsdorffstraße (zwischen Danckelmannstraße und Wundstraße),
  • Westseite der Danckelmannstraße (zwischen Knobelsdorffstraße und Horstweg).

Derzeit sind in diesen Abschnitten die Parkflächen so markiert, dass teilweise auf dem Gehweg geparkt werden muss. Der Straßenquerschnitt würde eine Verlagerung auf die Fahrbahn ermöglichen. Durch die verlagerten Stellplätze würde der Querschnitt optisch stärker eingeschränkt und die gefahrenen Geschwindigkeiten reduziert. Zusätzlich würden dadurch das Kleinpflaster und die Baumscheiben geschont und Reparaturkosten reduziert.

Um den Klagen einzelner Gewerbetreibender über die Parkplatznot entgegenzukommen, wäre zu prüfen, ob in einzelnen Bereichen Kurzzeitparkplätze (tagsüber) eingerichtet werden könnten.

(Anmerkung: Ein Teil dieser Vorschläge wurde in der Knobelsdorff- und Danckelmannstraße bereits umgesetzt.)

 

Fahrbahnschwellen

Insbesondere in der Knobelsdorffstraße, die in den verkehrsberuhigten Bereich einbezogen ist (7 km/h), gibt es vielfach Klagen der Anwohner über erhebliche Überschreitungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit und eine übermäßig starke Verkehrsbelastung insbesondere mit Durchgangsverkehren von der Autobahn, die die Knobelsdorffstraße als Schleichweg stadteinwärts zum Kaiserdamm bzw. Spandauer Damm nutzen oder stadtauswärts zum Autobahnanschluss.

Um die Durchgangsverkehre aus dem Kiez zu verdrängen und gleichzeitig die Ziel- und Quellverkehre in und aus dem Quartier zu ermöglichen, wird die Anbringung von Fahrbahnschwellen vorgeschlagen. Diese sollen zunächst in der "Hauptdurchgangsstrecke" Knobelsdorffstraße angebracht werden. Längerfristig ist vorgesehen solche Schwellen an allen Einfahrten, die nicht ohnehin aufgepflastert sind sowie auf ausgewählten "Raserstrecken" im Kiez anzubringen.

Die Schwellen sind aus Kunststoff und einfach zu montieren. Der Abstand zwischen den Schwellen sollte etwa 30 Meter betragen, falls möglich auch ein geringerer Abstand um eine linienhaft geringe Geschwindigkeit deutlich unter 30 km/h zu erreichen. Die reinen Materialkosten pro Schwelle belaufen sich auf rund 220 Euro. Die Finanzierung der Schwellen sowie der Verlegung ist noch zu klären.

Solche Schwellen werden in Berlin zum Beispiel im "Graefekiez" (Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg) bereits erfolgreich eingesetzt.

 

Markierung Tempo 7 auf Straße/Geschwindigkeitsmessgerät

Radarschild des Tiefbauamts in der Knobelsdorffstraße (10/07)

Vielen Autofahrern ist die Bedeutung des Zeichens 325 StVO (Verkehrsberuhigter Bereich) nicht bewusst oder in Vergessenheit geraten, was sich auch in den Reaktionen auf die vom Kiezbündnis durchgeführten Informationsaktionen (Flyer, probeweise Aufstellung eines Geschwindigkeitsmessgerätes; Gespräche mit Autofahrern, Berichte im Kiezblatt) immer wieder gezeigt hat. Daher wird vorgeschlagen an den Einfahrten in den Kiez deutlich sichtbar (z.B. analog Verkehrsschild Geschwindigkeitsbegrenzung oder als reine Zahl ohne Schildcharakter) die Höchstgeschwindigkeit auf dem Asphalt aufzumalen. Beispiele hierfür gibt es bundesweit sehr viele. Die Materialkosten könnten durch Verwendung der vereinfachten Straßenmarkierung (Beispiel Markierung Busspur Potsdamer Straße) niedrig gehalten werden.

Die geschwindigkeitsreduzierende Wirkung eines jeweils wochenweise in der Knobelsdorffstr. aufgestellten transportablen Radargeschwindigkeitsmessgerätes mit einer Infotafel war so erheblich, dass wir eine dauerhafte Aufstellung im Kiez empfehlen (evtl. wechselnde Standorte).

(Anmerkung: In der Knobelsdorffstraße zwischen Nehring- und Danckelmannstraße wurde das Radargeschwindigkeitsmessgerät mit einem Hinweisschild inzwischen aufgestellt.)

 

Schloßstraße

Wie bereits im Konzept der "Teilräumlichen Lärmminderungsplanung" vorgesehen, soll die Schloßstraße auf ganzer Länge (Spandauer Damm bis Knobelsdorff-/Zillestraße) als Tempo-30-Zone ausgewiesen werden.

Zusätzlich soll mindestens ein neuer Fußgängerüberweg (Höhe Neue-Christ-Straße/ Schustehrusstraße; Schulweg zur Eosanderschule) geschaffen werden.

 

Sophie-Charlotten-Straße

Zusätzliche Querungsmöglichkeiten durch "Zebrastreifen" mit Mittelinsel auf der Sophiecharlottenstraße (10/07)

Die Sophie-Charlotten-Straße ist für Fußgänger – vor allem ältere Menschen und Kinder – auf Grund der Verkehrsbelastung, der gefahrenen Geschwindigkeiten und der großen Breite nur schwer zu queren. Der Abstand zwischen den beiden ampelgeregelten Kreuzungen (Spandauer Damm und Knobelsdorffstraße) ist sehr groß. Zur Verbesserung der Situation soll mindestens ein neuer Fußgängerüberweg in Höhe der Seelingstraße (Lidl Markt) angelegt werden.

(Anmerkung: Die Querungsmöglichkeiten vor der Seeling- und Christstraße wurden inzwischen realisiert)

  

Verlängerung der grünen Ampelphase an der Kreuzung Sophie-Charlotten-Straße/Kaiserdamm

Parallel zu den vorgenannten Maßnahmen zur Verdrängung der Schleichverkehre aus der Knobelsdorffstraße und dem Horstweg sollte geprüft werden, ob die Schaltung der Ampelanlage Sophie-Charlotten-Straße Ecke Kaiserdamm verändert werden kann. Ziel wäre es, einen verbesserten Abfluss der Linksabbieger stadteinwärts zu ermöglichen. Der dortige Rückstau (und damit Zeitverlust) in Spitzenzeiten verursacht zu großen Teilen die Schleichverkehre.

Gleichzeitig sollte geprüft werden, ob im Rahmen einer geänderten Grünphase die z.Zt. sehr gefährliche Überquerung des Kaiserdamms für Fußgänger (Bezugspunkt Lietzenseepark) an dieser Stelle erleichtert werden kann.

 

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