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Unterschriften für mehr Schwellen im Kiez

Infoflyer

Derzeit läuft eine Unterschriftenaktion, mit der das Bezirksamt an den eindeutigen Beschluss der Anwohnerversammlung in der Nehringschule vom vergangenen November nach der Verlegung von Schwellen auf allen Straßen im Kiez „erinnert“ werden soll. Das Bezirksamt will neben den bereits in der Christ- und in der Danckelmannstraße verlegten Schwellen lediglich die Knobelsdorffstraße mit derartigen Geschwindigkeitsbremsen versehen. Dadurch würden die notorischen Raser aber auf die verbliebenen Straßen ohne Hindernisse ausweichen. Auch sollten alle Autofahrer bereits bei der Einfahrt in den Kiez mit Schwellen „begrüßt“ werden. Die Aktion läuft noch bis Mitte September, dann werden die gesammelten Unterschriften Bezirksstadtrat Marc Schulte übergeben. 

Wer bislang noch nicht unterschrieben hat, kann dies in vielen Geschäften oder Lokalen im Kiez gerne nachholen, z.B. im Brotgarten, in der Falken-Apotheke, in der Kastanie und im Dicken Wirt sowie natürlich auch im KiezBüro.

 

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Klausenerplatz-Kiez: Verkehrsberuhigung durchsetzen!
Liebe Anwohner/innen des Klausenerplatz-Kiezes,
auf einer öffentlichen Veranstaltung im November 2013 hat sich in einer Abstimmung eine deutliche Mehrheit der Anwohner/innen für den Bau weiterer Straßenschwellen zur Verkehrsberuhigung im gesamten Kiez ausgesprochen. Nun entschied Bezirksstadtrat (BzStR) Marc Schulte in Absprache mit den Behörden, dass lediglich in der Knobelsdorffstraße noch sog. „Bremskissen“ gebaut werden sollen.


Mit Hilfe Ihrer Unterschrift wollen wir BzStR Schulte an den Entscheid der Anwohner/innen erinnern und dass die Verkehrsberuhigung im gesamten Kiez nachhaltig durchgesetzt wird. Die Unterschriftenaktion wird bis Mitte September 2014 andauern und die Listen anschließend an BzStR Schulte übergeben.


Hintergrund:
Seit Aufhebung der Sperrung der Knobelsdorffstraße im Mai 2012 treffen sich in der „Verkehrswerkstatt Klausenerplatz-Kiez“ Vertreter/innen des Bezirksamts und der Polizei, des Unternehmensnetzes Klausenerplatz, der Verkehrs AG im Kiezbündnis sowie der Anwohner-Initiative KnobelsdorffKiez mit BzStR Schulte, um u.a. die Sicherheit der Verkehrsteilneh-mer/innen im Kiez zu erhöhen und um die Intensivierung und Ausweitung der Verkehrsberuhigung zu erreichen.

Viele Maßnahmen, z.B. das „Pilotprojekt Schwellen“ in der Danckelmann- und der Christstraße, konnten inzwischen realisiert werden. Wir begrüßen ausdrücklich die vielen Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation im Kiez. Aber wir schlagen zusätzlich vor, an ausgesuchten Stellen in allen Straßen der (existierenden und zukünftig erweiterten) verkehrsberuhigten Zone weitere wirksame Schwellen bzw. Kissen zu bauen*. Nur so kann die Verkehrsberuhigung nachhaltig durchgesetzt, eine Verdrängung des Verkehrs in Straßen(abschnitte) - die noch nicht durch Schwellen beruhigt worden sind - vermieden, der Schleichverkehr aus diesen Straßen herausgehalten und somit eine deutliche Verbesserung der Wohnqualität und Steigerung der Sicherheit im gesamten Kiez erreicht werden.


Unterstützen Sie unseren Vorschlag mit Ihrer Unterschrift. Unterschriftenlisten liegen im Kiezbüro sowie vielen Läden und Lokalen im gesamten Kiez aus.


AnwohnerInitiative KnobelsdorffKiez
Verkehrs AG im Kiezbündnis Klausenerplatz e.V.
V.i.S.d.P.: Christian Bade (0177 / 40 37 249),  Jutta Schröder (0160 / 95 75 19 34)

 

* Schwellenplan-Entwurf vom 8.4.2014

Schwellenplan-Entwurf vom 8.4.2014
Schwellenplan-Entwurf vom 8.4.2014

Protokoll zur Veranstaltung des Bezirksstadtrats Marc Schulte am 20. November 2013

4. Veranstaltung des Bezirksstadtrats Marc Schulte zur Verbesserung der Verkehrssicherheit , 20. November 2013 19:00 Uhr – 21.00 Uhr in der Mensa der Nehringschule Protokoll der Verkehrs AG im Kiezbündnis Klausenerplatz e.V. und der AnwohnerInitiative KnobelsdorffKiez

Podium:             Marc Schulte, Bezirksstadtrat

Moderation:       Daniel Philipp, Unternehmensnetz Klausenerplatz e.V. (UNK)

 

Anwesende:

der Verwaltungen:

  • Tiefbauamt: Herr Maerker
  • Ordnungsamt: Herr Ehme
  • Polizeipräsident, Dir. 2, Verkehrsdienst: Herr Wernicke

Mitglieder der AnwohnerInitiative KnobelsdorffKiez sowie der AG Verkehr des Kiezbündnisses Klausenerplatz e.V.

 

Mitglieder der BVV:

  • Wolfgang Tillinger, SPD
  • Alexander Kaas Elias, Bündnis 90 / Die Grünen

Mitglied des Abgeordnetenhauses:       

  • Ülker Radziwill, SPD (zeitweise)

ca. 100 Anwohner/innen

 

Herr Philipp stellte den geplanten Ablauf der Veranstaltung dar:

  1. Einführung durch Herrn Voget, AG Verkehr
  2. Vorstellung der Ergebnisse der Verkehrszählungen 2012 und 2013
  3. Sachstandsbericht zur Verkehrswerkstatt durch BezStadtR Marc Schulte
  4. Stand der Umsetzung geplanter Maßnahmen
  5. Ausblick

Nach der Vorstellung der einzelnen Themen gab es jeweils die Möglichkeit, Fragen zu stellen und zu diskutieren.

 

0.    Entwicklung der Verkehrssituation am Klausenerplatz seit 1979

Herr Voget berichtete über den räumlichen, rechtlichen und geschichtlichen Rahmen der Verkehrsberuhigung im Klausenerplatz-Kiez, insbesondere auch im Vergleich zur Stadt. Die Siedlungsdichte ist im Kiez mit ca. 200 Einwohnern/ha sehr hoch - entsprechend groß ist der Parkdruck.

Es handelte sich 1979 um die ersten Versuche zur Einrichtung einer Verkehrsberuhigten Zone (VbZ) in einem Berliner Wohngebiet, daher findet man ganz unterschiedliche Ansätze für die Entschleunigung des Verkehrs – es erfolgte bei der Erweiterung der VbZ keine bauliche Angleichung der gesamten Verkehrsfläche. Es gelten die rechtlichen Regelungen für eine VbZ. Jegliche Verbesserungsmaßnahmen müssen auf diesem Bestand aufbauen.

 

1.    Vorstellung der Ergebnisse der Verkehrszählungen

Um den jeweiligen Verkehrsfluss mit und ohne Sperrung der Knobelsdorffstraße belegen zu können, wurde z.Zt. der Sperrung am 6.3.2012 und nach der Wiederöffnung am 23.9.2013 im Auftrag der Verkehrslenkung jeweils eine 12 stündige Verkehrszählung durch das Ingenieurbüro statplan durchgeführt. Leider konnte kein Mitarbeiter dieses Büros die Ergebnisse präsentieren, so dass Herr Ehme die Ergebnisse anhand der Karten von statplan erläuterte.

 

Zur Verkehrszählung am 6.3.2012 – bei gesperrter Knobelsdorffstraße:

Es wurde 12 Stunden, von 7-19 Uhr, an 5 Kreuzungen gezählt.

Die Einfahrt von Westen in den Kiez (von der BAB über die Sophie-Charlotten-Straße) über den Horstweg nutzten 1.450 Kfz, über die Seelingstraße 1.150 Kfz.

850 Kfz fuhren durch den mittleren Abschnitt der Knobelsdorffstraße und 1.650 Kfz durch den östlichen Abschnitt, von und in die Schloßstraße *

(* s. Tabelle und vgl. unten mit der Erläuterung von Herrn Burth).

 

Straßenabschnitt

1. Zählung am 6.3.2012
Anzahl der Kfz in beide Richtungen

2. Zählung am 23.9.2013
Anzahl der Kfz in beide Richtungen

Differenz

westliche Knobelsdorffstraße

 geschätzt: 150

1.450

+ 1.300

mittlere Knobelsdorffstraße

850

1.250

+ 400

östliche Knobelsdorffstraße

1.650

1.450

- 200 *

westlicher Horstweg

1.450

1.200

- 250

nördliche  Wundtstraße

1.100

800

- 300 *

westliche Seelingstraße

1.150

1.000

- 150

mittlere Seelingstraße

900

1.050

+ 150

Danckelmannstraße

zw. Knobels. und Horstweg

1.150

750

-       400

                                                           Angabe der Kfz-Anzahlen in 50er-Schritten

 

Zur Verkehrszählung am 23.9.2013 – bei geöffneter Knobelsdorffstraße:

Durch den westlichen Abschnitt des Horstwegs fuhren in den 12 Stunden 240 Kfz weniger als 2012 bei gesperrter Knobelsdorffstraße, durch den westlichen Abschnitt der Seelingstraße 140 Kfz weniger als 2012, durch den mittleren Abschnitt der Knobelsdorffstraße 360 Kfz mehr als 2012. 18 % des Verkehrs durch die Knobelsdorffstraße sind, gemäß einer älteren Verkehrszählung, Durchgangsverkehr.

Hr. Ehme wies darauf hin, dass sich der motorisierte Verkehr während der Dauer der Sperrung seinen Weg überwiegend durch den Horstweg, aber auch durch die Seelingstraße gewählt habe.

Herr Burth widersprach dieser Aussage.

Er hatte die Verkehrszählungsergebnisse ebenfalls grafisch aufbereitet und interpretierte diese für das Kiezbündnis in folgender Weise:

  • Nach der Öffnung der Knobelsdorffstraße sind in der Summe deutlich mehr Fahrzeuge von Westen über den Horstweg, die Knobelsdorff- und Seelingstraße in den Kiez gefahren als zu Zeiten der Sperrung.
  • Durch die Knobelsdorffstraße fuhren umgerechnet durchschnittlich 124 Autos/Std., d.h. mehr als 2 Autos in der Minute.
  • Nach der Aufhebung der Sperrung fuhren durch den Horstweg innerhalb der 12 Stunden lediglich 240 Autos weniger (das entspricht 16 %), durch die Seelingstraße sogar nur 140 Autos/12 Stunden weniger (12 %) als 2012.
  • Auffällig ist, dass im mittleren Teil der Seelingstraße nach der aktuellen Verkehrszählung sogar 150 Autos mehr gezählt wurden.
  • In der Knobelsdorffstraße fuhren nach der Wiederöffnung 1.450 Fahrzeuge ein, was unter Berücksichtigung eines gewissen Liefer- und Anwohnerverkehrs in der ehemaligen Sackgasse zu einer Mehrbelastung von ca. 1.300 Fahrzeugen in 12 Stunden auf dem Straßenabschnitt zwischen Sophie-Charlotten-Straße und Danckelmannstraße führt.
  • Im mittleren Bereich der Knobelsdorffstraße, zw. Danckelmann- und Nehringstraße, hat der Verkehr um 400 Kfz zugenommen.
  • Entlastet ist durch die Öffnung der Knobelsdorffstraße insbesondere die Danckelmannstraße zwischen Horstweg und Knobelsdorffstraße mit 35 % weniger Fahrzeugen. Die Verkehrszählungsergebnisse 2012 sind in Teilen nicht repräsentativ, da während der Zählung der Horstweg zwischen Wundtstraße und Schloßstraße in Fahrtrichtung Ost gesperrt war (Hausbau Horstweg 39). Damit kann vor allem der gegenüber 2013 stark (fast 30%) erhöhte Verkehr durch die nördliche Wundtstraße und die östliche Knobelsdorffstraße in Richtung Schloßstraße erklärt werden, dem keine Entsprechung in der Gegenrichtung gegenübersteht. *
  • Eine Kennzeichenerfassung zur Ermittlung des reinen Durchgangsverkehrs durch den Kiez wurde aus Datenschutz- und Kostengründen von der beauftragenden Verkehrslenkung Berlin (VLB) bedauerlicherweise abgelehnt.

Die Konsequenz aus diesen Zahlen sei, so Herr Burth, die Knobelsdorffstraße wieder zu sperren und die VbZ auf den südlichen Kiezbereich (u.a. den Horstweg) auszuweiten – wie von der VerkehrsAG vorgeschlagen, aber auch von der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) jeweils 2010 beschlossen. Gleichzeitig müssen verkehrsberuhigende Maßnahmen, wie u.a. der Einbau von Verkehrsschwellen, für die Seelingstraße erfolgen.

 

BezStadtR Schulte hingegen bezweifelte, dass aus den Zahlen zwingend eine weitere Sperrung abgeleitet werden kann, die Schließung einer Straße sei nur das „allerletzte Mittel“.

Nicht zuletzt, um eventuellen juristischen Anfechtungen aus dem Weg zu gehen, präferiert er, sich zunächst auf den Umbau der Kreuzung Horstweg/Wundtstraße mit Diagonalsperrung zu konzentrieren. Der dadurch entstehende Ausweichverkehr über die Knobelsdorffstraße könne dann durch die neuerliche Schließung verringert werden. Allerdings wies er auf die noch unklare Finanzierung der geschätzten Umbaukosten für den entstehenden Platz von 400 – 450 T€ hin. Nach bisher eher skeptischen Reaktionen aus der Landesverwaltung hofft BezStadtR Schulte den Platz dennoch mittelfristig, bis ca. 2016, umbauen zu können. Er erklärte sich aber bereit, die Knobelsdorffstraße, insbesondere im westlichen Bereich (Einfahrt von der Stadtautobahn) durch bauliche Veränderungen wie z.B. Verkehrsschwellen für den Durchgangsverkehr unattraktiv zu machen.

 

Aus dem Publikum wurde u.a. gefragt/gefordert/vorgeschlagen:

  • ob die Zählergebnisse auch nach unterschiedlichen Uhrzeiten/Tageszeiten differenziert ausgewiesen worden seien?
  • ob auch die unterschiedlichen Geschwindigkeiten erfasst worden seien?
  • ob zwischen Durchgangsverkehr und Parksuchverkehr unterschieden wurde?
  • die Ergebnisse der Verkehrszählung seien nicht vergleichbar wegen unterschiedlichen Straßenbedingungen
  • Einfahrt in die Knobelsdorffstraße an der Sophie-Charlotten-Straße durch ein Abbiegegebot unterbinden.
  •  
  • Wird bei der Abwägung einer erneuten Sperrung auch die Lärm- und Abgasbelastung für Anwohner und Umwelt berücksichtigt?
  • Wird bei der Abwägung berücksichtigt, dass sich in der Knobelsdorffstraße 2 Kitas befinden, die Straße der Schulweg für die Nehringschule ist und es im Kiez viele Alten- und Behinderteneinrichtungen gibt?
  • Verkehrsberuhigung im gesamten Kiez durch Entwicklung eines Einbahnstraßenkonzepts.
  • Es ist nicht sinnvoll, die Sperrung der Knobelsdorffstraße vom Umbau der Kreuzung Horstweg/Wundtstraße zu einem Platz abhängig zu machen, da dies zu lange dauern würde.
  • Der Hinweis eines Nachbarn, statt aufwändiger Zählung die Zahlen aus dem Lärmatlas von SenStadtUm zu nutzen, wurde zur Kenntnis genommen. Anmerkung: Diese Datei stellt Werte für die den Kiez umfassenden Straßen dar und ist für Aspekte der Knobelsdorffstraße nicht nutzbar.

Beantwortung (tlw.):

BezStadtR Schulte verwies auf das Ziel, auch den Verkehr im südlichen Bereich des Kiezes zu beruhigen. Einbahnstraßen führen aus seiner Sicht nachweislich zur Beschleunigung des Verkehrs. Die Verlegung der Schwellen in der Christ- und Danckelmannstraße war zunächst modellhaft und soll nach Auswertung der Erfahrungen auch auf andere Straßen im Kiez ausgeweitet werden.

Herr Burth verwies auf die Auswertungen der Geschwindigkeiten an den beiden im Oktober in der westlichen Knobelsdorffstraße aufgestellten Messgeräte. Diese haben dort in der 42. Woche im Oktober eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 21 km/h pro Fahrzeug in beiden Richtungen gemessen, wobei kein einziges Fahrzeug in dieser Woche den Messpunkt unter 10 km/h passierte. Die Durchschnittsgeschwindigkeit in der Danckelmannstraße hat sich im Vergleich dazu von vorher fast 18 km/h nach Einbau der Schwellen auf 14 km/h verringert. Der motorisierte Verkehr ist in diesem Straßenabschnitt um rund 50% zurückgegangen!

 

2.    Sachstandbericht

BezStadtR Schulte blickte auf 1 1/2 Jahre der Arbeit in der Verkehrswerkstatt zurück, in der durchaus kontrovers diskutiert wurde, die jedoch auch einige sichtbare Erfolge zu verzeichnen habe.

Für Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation im Kiez standen für 2012 und 2013 je 50 T€ zur Verfügung (aus dem Etat für Maßnahmen zum Straßenunterhalt), von denen bisher ca. 60 T€ verbaut wurden. Die verbliebenen Mittel können auch noch im nächsten Jahr verwendet werden.

 

3.    Stand der Umsetzung geplanter Maßnahmen

BezStadtR Schulte erläuterte eine Liste der bisher realisierten Maßnahmen und der dafür verwendeten Gelder

Er verwies auf die in der Verkehrswerkstatt verabschiedeten Leitsätze, nach denen geplant worden ist bzw. werden soll:

  • Die Verkehrssicherheit soll unter Berücksichtigung der verkehrsberuhigten Zone erhöht werden.
  • Die Akzeptanz für die verkehrsberuhigte Zone ist bei allen Verkehrsteilnehmern zu verbessern.
  • Die Verkehrsberuhigung soll intensiviert werden.
  • Die verkehrsberuhigte Zone soll möglichst ausgedehnt werden.
  • Der Kiez ist für den Durchgangsverkehr unattraktiv zu gestalten.

 

Aus dem Publikum wurde gefragt/gefordert/vorgeschlagen:

  • An allen 12 Einfahrten in die VbZ Schwellen einzubauen und die Verkehrszeichen für die verkehrsberuhigte Zone besser wahrnehmbar zu machen. (z.B. Schilder von den Kreuzungen weg versetzen).
  • Zusätzliche Schwellen wurden für mehrere Straßen im Kiez, wie z.B. Neue-Christ- und Neufertstraße, gefordert.
  • Die Verkehrs AG präsentierte (per Beamer) einen ersten Entwurf eines Schwellenplans für die VbZ (ohne weitere Erläuterungen bzw. Diskussion).

Das Pilotprojekt Straßenschwellen ist abgeschlossen (Christ- und Danckelmannstraße). Eine Abstimmung im Saal ergab bei wenigen Gegenstimmen und Enthaltungen eine deutliche Mehrheit für die die Verlegung weiterer Fahrbahnschwellen an allen Einfahrstraßen und an neuralgischen Abschnitten innerhalb des Kiezes.

 

  • Nicht einzelne Straßen im Kiez betrachten, sondern in der Verkehrswerkstatt ein Gesamtkonzept zur Verkehrsberuhigung im gesamten Kiez erarbeiten und der nächsten Anwohnerversammlung vorlegen, (Ergebnisse und Planungen).
  • Konkrete Ideen vorstellen, um dann direkt darüber zu diskutieren / abzustimmen.
  • Die Fahrbahn-Verschwenkungen durch die verlegte Parkplatzfläche vor der Danckelmannstraße 21/42 wurde von einigen Anwohnern kritisiert, da diese insbesondere morgens zu Verkehrsstaus mit Huperei führe und mehrere Parkplätze entfallen seien.
  • Maßnahmen gegen den Lärm durch den Liefer-Verkehr zum neuen BioSupermarkt in der Neufertstraße.
  • Vereinzelt wurde der Wegfall von Parkplätzen im Kiez kritisiert, wie z.B. vor der Seelingstraße 34 durch das Aufstellen von Fahrradbügeln.
  • Die neu aufgebrachte rote Farbmarkierung in der mittleren Danckelmannstraße wurde wg. des anhaltenden Lösungsmittelgeruchs moniert. BezStadtR Schulte und Herr Maerker erläuterten, dass es sich um die übliche Radwegefarbe handele. Sie berichteten weiterhin von den Kontakten zur ausführenden Firma und dass diese Firma versichert habe, dass die Ausdünstungen der Farbe unbedenklich seien. Ein Nachweis für die Anwohner wurde bisher nicht vorgelegt. Es wurde darauf verwiesen, dass von Vattenfall nach Durchführung der Baumaßnahmen (Fernwärme) nur der vorherige Zustand wieder hergestellt wurde. Eine Einfärbung mit rot vorgefärbtem Asphalt wäre nicht möglich gewesen, da kein Asphaltwerk bereit sei, wg. einer so geringen Menge seine gesamte Produktion umzustellen.
  • Schwellen für Fahrradfahrer ungefährlicher verlegen, z.B. mit Reflektoren und (noch) breiteren Durchlässen, ggf. in der Mitte.
  • Die DialogDisplays möglichst bald auch in der Seelingstraße aufstellen.
  • In der Gardes-du-Corps-Straße wurden bisher noch keine Fahrradbügel aufgestellt.
  • Mehr Kontrollen der Geschwindigkeit und des Parkens durch Polizei und Ordnungsamt.
  • Frau Schröder (AnwohnerInitiative KnobelsdorffKiez) unterstrich die Bedeutung des Umbaus der Kreuzung Wundtstraße/Horstweg zu einem Platz mit gleichzeitiger Sperrung der Knobelsdorffstraße und Erweiterung der VbZ, um die Ziele "Intensivierung und Ausweitung der Verkehrsberuhigung" umzusetzen.
  1. Beispielsweise führte die Vattenfall-Baustelle mit Sperrung der Kreuzung Danckelmann-/Knobelsdorffstraße (9.12-5.13) zu einer Verkehrsberuhigung im gesamten Kiez.
  2. Die "Entsiegelung von Flächen", wie sie z.B. beim Platzumbau möglich wäre, ist ein politisches Ziel für den Klausenerplatz-Kiez (siehe: Kommunales Klimaschutzprojekt des Bezirksamtes).
  3. Sie erläuterte weiterhin die Empfehlungen der GDV[1] zu „Wohnstraßen und Tempo30[2]“, der bei der Analyse eines Wohngebietes zwischen „Wohn-„ und „Verkehrsstraßen“ unterscheidet. Nach vorangegangener Mängelanalyse eines dichtbesiedelten Wohngebietes mit schutzbedürftigen Einrichtungen empfiehlt er, Verkehrsstraßen außerhalb des Wohngebietes zu führen. Die diesbezüglichen Kiez-Recherchen der AnwohnerInitiative liegen der Verkehrswerkstatt vor.
  4. Die Verkehrszählung verdeutlicht, dass vorrangig die Knobelsdorffstraße, aber auch - eingeschränkt - die Seelingstraße und der Horstweg, als Verkehrsstraßen“ durch den Kiez führen.

 

4.    Ausblick

BezStadtR Schulte gab zum Abschluss bekannt, dass die Verkehrswerkstatt weitergeführt würde und in einer Bürgerversammlung im Frühjahr 2014 wieder berichten würde.

 

Protokoll: Cornelia Greve, Martin Burth, Christian Bade; 9.12.2013

 

Links:

räumlicher, rechtlicher und geschichtlicher Rahmen der Verkehrsberuhigung

http://klausenerplatz.de/online/fileadmin/user_upload/Verkehr/Intro_WerkstattKlausPlKiez_130617.pdf

 

Verkehrszählung am 6.3.2012

Startet den Download 1.Verkehrszählung_KlausenerplatzKiez_06032012_Langfassung

 

Verkehrszählung am 23.9.2013

Startet den Download2.Verkehrszählung_KlausenerplatzKiez_23092013_Langfassung

 

Verkehrszählungsergebnisse (Hr. Burth)

Startet den DownloadVergleich der 2 Verkehrszählungen_VerkehrsAG_20112013

 

Auswertungen der Geschwindigkeiten

Startet den DownloadSchwellen-Wirkung-Danckelmannstrasse-Geschwindigkeiten-Auswertung Mai-Sept 2013 

 

Erster Entwurf eines Schwellenplans

Startet den DownloadEntwurf_Schwellenplan_Version 1_201113

 

Kommunales Klimaschutzprojekt des Bezirksamtes

http://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/org/umwelt/umwelt/klimaschutzkonzept-klausenerplatzkiez.html

 

Empfehlungen der GDV zu „Wohnstraßen und Tempo30“

Startet den DownloadGDV2000_Wohnstrassen_und_Tempo30

 

GDV: Gesamtverband Deutscher Versicherungsgesellschaften

http://udv.de/

 

[1] GDV: Gesamtverband Deutscher Versicherungsgesellschaften, berät politische Gremien

[2] mit Bemerkungen ergänzt

 

 

 

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