KiezBlatt Nr. 45 Sommer 2012
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
das vorliegende Heft widmet sich in mehreren Beiträgen unserem Wohnumfeld. Was nützt die schönste Wohnung, wenn sie in einem heruntergekommenen Wohnviertel gelegen ist? Man will und muß ja schließlich auch aus dem Haus gehen, zur Arbeit, zum Einkaufen oder auch einfach zum Spazierengehen. Unser Kiez hat in dieser Hinsicht in den letzten zehn Jahren deutlich aufgeholt.
Noch in den 90er-Jahren gab es alarmierende Signale von Verwahrlosung wie wilde Sperrmüllablagerungen, eine öffentliche Drogenszene, verschmutze Gehwege und ausufernden Vandalismus. Die Gründung des Kiezbündnisses im Jahr 1999 war eine Konsequenz aus dieser negativen Tendenz. Doch wie jedes Ding hat auch diese Medaille zwei Seiten: Der Kiez hat zweifellos an Attraktivität gewonnen – mit der Folge von steigenden Mieten und drohender Verdrängung der angestammten Bevölkerung. Die Politik verspricht, dieser Entwicklung in den Innenstadtbezirken entgegen zu wirken – bislang ist es aber bei Sonntagsreden geblieben. Der Blick in das Wohnumfeld sieht allerdings nicht nur Positives. An vielen Stellen zeigen sich auch Schäden, die dringend behoben werden sollten. Aber der Bezirk hat ein ernstes Haushaltsproblem, wodurch die laufenden Instandhaltungen z.B. von Gehwegpflasterungen, Brunnen, Grünflächen, Spielplätzen oder Straßenpumpen erschwert werden. Auf der anderen Seite will der Senat sehr viel Geld ausgeben, um die historischen Gaslaternen durch strombetriebene Kopien zu ersetzen.
Neben den Artikeln zum Wohnumfeld beinhaltet dieses Heft auch einen Beitrag einer Hausgemeinschaft zur geplanten Modernisierung ihres Hauses durch die Gewobag. Aber es gibt auch erfreuliche Aspekte des Kiezes, wie einen Rundgang durch die Gartenlokale in der Schloßstraße oder einen Beitrag zum 30. Geburtstag der „Blockini“. Porträts einzelner Anwohner und aktuelle Nachrichten aus dem Kiez runden das Heft ab.
Wir hoffen, mit dieser Mischung Ihren Lesegeschmack getroffen zu haben und wünschen eine anregende Lektüre am Strand, im Freibad, auf dem Balkon, oder wo sonst Sie die Sommerzeit verbringen werden!
Ihre KiezBlatt-Redaktion