Kiez-Nachrichten

Mittwoch 24. Februar 2021

Von: Klaus Betz

KiezBlatt 80 „Alle reden von Corona-wir auch!“ erschienen
KiezBlatt 80

KiezBlatt 80

Liebe Leserinnen, liebe Leser, 

am Thema Corona kommt in Lockdown-Zeiten einfach keiner vorbei. Auch wir nicht, obwohl es beileibe kein lokal begrenztes Ereignis ist. Wobei die Kiezanwohner damit offenbar eher gelassen umgehen, wie eine zufällige Umfrage unter Passanten in der Seelingstraße ergab. Man vermißt zwar das soziale Miteinander und das kulturelle Leben, ansonsten aber fügt man sich den Auflagen und Beschränkungen recht folgsam. Auch das Chaos der staatlichen Impfkampagne wird eher resignativ bis ironisch hingenommen, speziell wir in Berlin sind es ja nicht anders gewöhnt… Die Gastronomen im Kiez sehen die Lage hingegen weniger gelassen, es hängt ja ihre Existenz davon ab. Die Verzögerungen der vollmundig angekündigten raschen und unbürokratischen Überbrückungshilfe treiben manchen Gastwirt allmählich in die Insolvenz.

Zwei Artikel in diesem Heft stammen von „Ehemaligen“. Zum einen blickt das Ärztepaar Lott zum Abschied aus dem Kiez zurück auf fast 40 Jahre, in denen sie für viele Anwohner als Hausärzte zuständig waren. Und zum zweiten erinnert sich ein früherer Kiezbewohner an seine Kinder- und Jugendzeit in der Sophie-Charlotten-Straße.

Die Diskussionen um eine anwohnerfreundliche Neugestaltung der A100 und des neuen Autobahndreiecks spielen ebenso weiterhin eine Rolle wie die Forderungen nach der Einbeziehung der Schloßstraße und des Gebiets südlich der Knobelsdorffstraße bis zum Amtsgerichtsplatz in das Milieuschutzgebiet Klausenerplatz.

Neu dürfte für viele Leser*innen sein, daß es in den „goldenen Zwanzigern“ im Kiez einen Betrieb gab, der Autos herstellte, und zwar in Handarbeit! Unser Kiezhistoriker Harald Marpe hat dies für Sie recherchiert.

Und Bernd Greve hat mehrere aktuelle Statistiken gewälzt, um festzustellen, inwiefern sich unser Kiez in den letzten Jahren hinsichtlich der Altersstruktur, der nationalen Zusammensetzung oder der Sozialstruktur verändert hat. Sein überraschendes Fazit lautet: „Die Lage ist stabil“! Der subjektive Eindruck, daß heute mehr junge Familien mit Kindern den Kiez bevölkern, läßt sich also zumindest statistisch nicht verifizieren.

Mehrere kleine Artikel befassen sich mit anderen interessanten Themen wie dem ärgerlichen rbb-Beitrag über die Nehringstraße, dem Porträt einer Pantomime- Künstlerin aus dem Kiez, einem Nachruf auf einen recht bekannten Anwohner, mit einer Idee für eine kostengünstige Alternative zur teuren „energetischen Altbausanierung“ oder mit der erneuten „Verpollerung“ des Kläre-Bloch-Platzes.

Alles in Allem ein thematisch recht reichhaltiges Heft, das wir Ihnen trotz der Corona-Erschwernisse präsentieren können. Wir hoffen, es macht ihnen Freude beim Lesen.

Ihre KiezBlatt-Redaktion

 

Interner LinkWeiterlesen unter KiezBlatt

Kiezbündnis Klausenerplatz e.V.

Logo: Kiezbündnis Klausenerplatz e.V.

Vom Spandauer Damm bis zum Kaiserdamm und von der Schloßstraße bis zur Sophie-Charlotten-Straße reicht das alte Charlottenburger Quartier, das im Laufe von über 300 Jahren zunächst als "Schloßviertel", in der Kaiserzeit als „Zille-Kiez“ und in der Weimarer Republik als „roter Kiez“ oder als „kleiner Wedding“ bekannt war.

In den 60er-Jahren zogen vorwiegend „Gastarbeiter“ und Studenten in das mehr und mehr verfallende Altbauquartier, ehe es schließlich zum „Sanierungsgebiet Klausenerplatz“ und einer Hochburg von Hausbesetzungen wurde.  Heute ist der Klausenerplatz-Kiez zu einem beliebten Innenstadtbezirk geworden.

Manche sprechen auch vom Knobelsdorff-, Danckelmann-, Seeling- oder vom Nehringkiez, je nachdem, welche Straße ihnen als würdig erscheint, Namenspate des Quartiers zu sein.

 

 

Wir über uns

In diesem Wohnviertel gründete sich 1999 das „Kiezbündnis Klausenerplatz e.V.“ als Vereinigung engagierter Anwohner und Gewerbetreibender, die aktiv dazu beitragen wollen, ihren Kiez zu einem Ort zu machen, an dem sich Menschen verschiedener Generationen, Nationalitäten und Weltanschauungen wohl fühlen können.

Das Kiezbündnis Klausenerplatz e.V. hat seither zur positiven Entwicklung des Quartiers mit zahlreichen Aktivitäten beigetragen: Kiezfeste, Sperrmülltage, Flohmärkte,  Kinderfeste, Sportevents, Kunstfestivals, Konzerte, Ausstellungen und Lesungen, Kiezkalender und Publikationen zur Stadtteilgeschichte, Verkehrs-, Gewerbe- und Wohnumfeldaktionen oder die Herausgabe der Stadtteilzeitung „KiezBlatt“ gehören zu unseren regelmäßigen Projekten im Kiez.

Dies alles erfolgt ehrenamtlich, wobei wir Wert darauf legen, parteipolitisch und weltanschaulich unabhängig zu sein.

Startet den DownloadWir über uns.

Das Kiezbündnis freut sich über Ihre Mitarbeit und/oder eine Interner LinkMitgliedschaft bzw. Interner LinkFördermitgliedschaft.

 

 

Fassadenausschnitt im Kiez am Klausenerplatz
Fassadenausschnitt
Bürger sitzen im Freien an Biertischen
Kiezfest
Bewohner des Kiezes Klausenerplatz halten einen Plausch auf der Straße
Bewohner
Buntes Treiben beim Kiezfest
Kiezfest

Sonstige Mitteilungen

Link zum Seitenanfang