Kiez-Nachrichten

Sonntag 24. Mai 2020

Von: Klaus Betz

KiezBlatt 77 "Der Kiez in Zeiten von Corona" erschienen
KiezBlatt 77 Titelblatt

KiezBlatt 77 Titelblatt

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

im letzten KiezBlatt hatten wir Sie noch an dieser Stelle auf den kommenden Frühling eingestimmt und von gemeinsamen Treffen mit Freunden in sonnigen Biergärten und Straßencafés geschwärmt. Doch es kam ganz anders. Sonnig war es zwar, aber von Geselligkeit war nichts zu spüren in den Straßen unseres Kiezes. Im Gegenteil waren sie weitgehend verwaist, Tische, Stühle und Bänke standen nicht für die Gäste auf den Bürgersteigen, sondern waren in den Kellern eingelagert oder an der Hauswand angelehnt und verkettet. Schuld daran war ein Winzling namens Corona, der nahezu das gesamte öffentliche Leben lahm legte und es – wenn auch in abgeschwächter Weise - noch immer tut. Dies bleibt natürlich auch für uns nicht ohne Folgen, denn einige der geplanten Beiträge für dieses Heft konnten nicht realisiert werden. 

So bilden drei Schwerpunkte den Inhalt des vorliegenden Heftes. Hauptthema ist natürlich die Corona-Pandemie bzw. deren Auswirkungen auf das Kiezleben. Hierzu befragten wir Menschen, die trotz der Kontaktbeschränkungen täglich mit Kunden zu tun haben und dabei Gefahr laufen, sich zu infizieren, nach ihren Erfahrungen. Und am Beispiel einer Kneipe zeigen wir die Folgen der Schließungen von gastronomischen Betrieben.

Zweiter Schwerpunkt ist das Ende des Zweiten Weltkriegs im Kiez vor 75 Jahren. Wir hatten schon im letzten KiezBlatt Erinnerungen von Zeitzeugen geschildert und in diesem Heft geht es neben weiteren Berichten aus jener Zeit auch um die letzten Kriegstage im Kiez und die Zeit danach. Die zunächst auf vier Folgen geplante Reihe ist damit zu Ende.

Und schließlich feiern wir in diesem von Corona so sehr dominierten Jahr ein weiteres Jubiläum: Vor 100 Jahren wurde nämlich der vom Landschaftsarchitekten Erwin Barth gestaltete Lietzenseepark der Öffentlichkeit übergeben. Dies sollte mit einem großen Fest im Juni gefeiert werden, doch wird auch dieser Termin wohl nicht zu halten sein. Ob und wann das Fest nachgeholt werden kann, ist derzeit noch offen. Zwei Beiträge, die unser Historiker Harald Marpe ursprünglich für eine Begleitbroschüre zum Fest verfasst hatte, haben wir in diesem Heft aufgenommen.

Weitere Beiträge zu Menschen und Einrichtungen im Kiez komplettieren dieses Sommerheft, das Ihnen hoffentlich wieder Spaß machen wird – Corona zum Trotz!

Ihre KiezBlatt-Redaktion

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Kiezbündnis Klausenerplatz e.V.

Logo: Kiezbündnis Klausenerplatz e.V.

Vom Spandauer Damm bis zum Kaiserdamm und von der Schloßstraße bis zur Sophie-Charlotten-Straße reicht das alte Charlottenburger Quartier, das im Laufe von über 300 Jahren zunächst als "Schloßviertel", in der Kaiserzeit als „Zille-Kiez“ und in der Weimarer Republik als „roter Kiez“ oder als „kleiner Wedding“ bekannt war.

In den 60er-Jahren zogen vorwiegend „Gastarbeiter“ und Studenten in das mehr und mehr verfallende Altbauquartier, ehe es schließlich zum „Sanierungsgebiet Klausenerplatz“ und einer Hochburg von Hausbesetzungen wurde.  Heute ist der Klausenerplatz-Kiez zu einem beliebten Innenstadtbezirk geworden.

Manche sprechen auch vom Knobelsdorff-, Danckelmann-, Seeling- oder vom Nehringkiez, je nachdem, welche Straße ihnen als würdig erscheint, Namenspate des Quartiers zu sein.

 

 

Wir über uns

In diesem Wohnviertel gründete sich 1999 das „Kiezbündnis Klausenerplatz e.V.“ als Vereinigung engagierter Anwohner und Gewerbetreibender, die aktiv dazu beitragen wollen, ihren Kiez zu einem Ort zu machen, an dem sich Menschen verschiedener Generationen, Nationalitäten und Weltanschauungen wohl fühlen können.

Das Kiezbündnis Klausenerplatz e.V. hat seither zur positiven Entwicklung des Quartiers mit zahlreichen Aktivitäten beigetragen: Kiezfeste, Sperrmülltage, Flohmärkte,  Kinderfeste, Sportevents, Kunstfestivals, Konzerte, Ausstellungen und Lesungen, Kiezkalender und Publikationen zur Stadtteilgeschichte, Verkehrs-, Gewerbe- und Wohnumfeldaktionen oder die Herausgabe der Stadtteilzeitung „KiezBlatt“ gehören zu unseren regelmäßigen Projekten im Kiez.

Dies alles erfolgt ehrenamtlich, wobei wir Wert darauf legen, parteipolitisch und weltanschaulich unabhängig zu sein.

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Das Kiezbündnis freut sich über Ihre Mitarbeit und/oder eine Interner LinkMitgliedschaft bzw. Interner LinkFördermitgliedschaft.

 

 

Fassadenausschnitt im Kiez am Klausenerplatz
Fassadenausschnitt
Bürger sitzen im Freien an Biertischen
Kiezfest
Bewohner des Kiezes Klausenerplatz halten einen Plausch auf der Straße
Bewohner
Buntes Treiben beim Kiezfest
Kiezfest

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Das Kiezbündnis bekam am 13. Mai die Gelegenheit, vor dem Ausschuß für Stadtentwicklung und Wohnen des Berliner Abgeordnetenhauses seine Position zum geplanten Umbau des Autobahndreiecks Funkturm zu präsentieren.

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